Eingetragener Systemischer Mediator

Am 20. März 2020 startet der Aufbau - Lehrgang zum/zur eingetragenen systemischen MediatorIn!

Was ist systemische Mediation?

Systemische Mediation ist ein kooperatives Verfahren zur außergerichtlichen Konfliktlösung, bei dem Konfliktparteien selbst in schwierigen, hoch eskalierten Streitfällen zu einer einvernehmlichen Lösung finden.

Wer bin ich als Mediator/in?

Als systemischer Mediator oder Mediatorin sind Sie nicht nur neutral und allparteilich, sondern lenken den Blick durch Ihre systemische Haltung auf das Wohl des sozialen Systems, dem beide Konfliktparteien angehören und schaffen dadurch die Basis für eine nachhaltige Konfliktlösung. Sie leiten den Mediationsprozess indem sie die Konfliktparteien in ihrer Eigenverantwortlichkeit stärken und es ihnen ermöglichen, durch Wertschätzung und Empathie miteinander in einen konstruktiven Dialog zu gelangen, einander zuzuhören, die Beweggründe des jeweils anderen zu verstehen und eine Lösung zu erarbeiten, mit der sich alle Beteiligten identifizieren können.

Wo findet Mediation Anwendung?

Die Anwendungsbereiche von Mediation sind sehr vielfältig und wachsen stetig. Unter anderem findet Mediation im wirtschaftlichen Kontext, bei Erbschaftsstreitigkeiten, Scheidungskonflikten sowie in Nachbarschaftsstreitigkeiten Anwendung. Dies ist Ausdruck eines neuen gesellschaftlichen Bewusstseins und des Bedürfnisses nach einer veränderten Konfliktkultur.

Welche Fähigkeiten entwickle ich?

Durch den Lehrgang zum Systemischen Mediator/in sind Sie fähig, Mediationen selbstständig durchzuführen, die Techniken und Methoden der Mediation für Ihre Arbeit zu nutzen und die erworbene Konfliktlösungskompetenz in alltäglichen Situationen anzuwenden. Sie erlernen das Grundwerkzeug für Fertigkeiten in Mediation, Konfliktlösung, Systemischem Denken und der Fähigkeit der Prozessbegleitung von zwei oder mehreren Personen. Die Ausbildung in Systemischer Mediation ist vom Bundesministerium für Justiz (BMJ) akkreditiert und der Lehrgang wird mit dem Abschluss „Zertifizierte/r MediatorIn nach Bundesmediationsgesetz 2003" abgeschlossen.

Die Zielgruppe:

Der Ausbildungslehrgang für Mediation wendet sich an Personen, die

  • als Mediator/Mediatorin tätig sein wollen
  • Führungskräfte die mediative Techniken im Führungsalltag zielführend einsetzen wollen
  • Personen die im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit die Werkzeuge der Mediation für den Umgang mit Konflikten benötigen
  • ihr Verhaltensrepertoire in Konflikten erweitern wollen
  • eine abgeschlossene Berufsausbildung ev. auch Berufserfahrung mitbringen
  • das Orientierungsgespräch positiv absolvieren
  • die Bereitschaft zur Reflexion und persönlichen Weiterentwicklung haben

ZIEL DES LEHRGANGES

Der Mediationslehrgang soll die Absolventen in die Lage versetzen, eine Mediation durchzuführen, die Techniken und Methoden der Mediation für die Arbeit zu nutzen und in alltäglichen Situationen anzuwenden.

Der Lehrgang ist so aufgebaut, dass die Teilnehmer/innen durch

  • theoretische Inputs
  • Rollenspiele
  • Diskussionen
  • Reflexionen sowie
  • praktische Umsetzung und Üben

das Grundwerkzeug für Fertigkeiten in Mediation, Konfliktlösung, Systemischem Denken und der Fähigkeit der Prozessbegleitung von zwei oder mehreren Personen erlernen. Das Verständnis und die Haltung des Mediators, auf das Wohl des Systems zu fokussieren, dem beide Konfliktparteien angehören, ist das Fundament für eine nachhaltige Konfliktlösung.

Durch die Entwicklung von Selbstkompetenz durch Selbsterfahrung und das Schaffen einer lernfördernden Feedbackkultur im Lehrgang wachsen die Teilnehmer in ihre Rolle als verantwortungsbewusste Mediatoren.

Um die Nachhaltigkeit zu verbessern und die Seminarinhalte praxisbezogen zu integrieren, werden die Teilnehmer in Peergruppen die Inhalte und Rollenspiele praktisch üben. Sie erhalten zusätzlich Schliff und Feedback in eigens angesetzten Supervisionen in Form von Einzel- und Gruppensupervisionen.

Es werden vielfältige Methoden erlernt, sodass den Teilnehmer/innen am Ende des Lehrganges ein „Koffer mit Werkzeugen“ zur Verfügung steht, um für die Herausforderungen als Mediatoren/innen gewappnet zu sein.

Voraussetzungen

Um Zertifikate und Diplome zu erhalten, ist eine Anwesenheitspflicht von 85% bei den einzelnen Ausbildungen, die Teilnahme an den protokollierten Peergruppen und der Nachweis der Supervisionssitzungen, wie die erfolgreich abgelegten Prüfungen der einzelnen Ausbildungen, zu erfüllen. Abgeschlossenes 18. Lebensjahr, es sind sonst keine besonderen Voraussetzungen für den Lehrgang nötig. 

Orientierungsgespräch

Das persönliche Gespräch mit einem der Leitungsverantwortlichen dient zur Abklärung, ob die Ausbildung mit den Erwartungen und Anforderungen der potenziellen TeilnehmerInnen übereinstimmt.

  • Andreas Mick 0644 341 29 63
  • Claudia Garstenauer 0664 255 08 07

TERMINE

  • Modul 1 20. - 21.03.2020
  • Modul 2 1.05. - 02.05.2020


  • Modul 3 17. - 18.07.2020

  • Modul 4 
21. - 22.08.2020
  • Modul 5 
25. - 26.09.2020
  • Modul 6 
30. - 31.10.2020
  • Modul 7 
04. - 05.12.2020
  • Modul 8 
22. - 23.01.2021
  • Modul 9 
12. - 13.03.2021
  • Modul 10 
23. - 24.4.2021
  • Abschluss 11. - 12. 06.2021

Präsentation der Mediationsfälle und Prüfungsfragen 
Verleihung der Abschlusszertifikate

Ausbildungsinhalt für Psychotherapeuten, klinische Psychologen und Gesundheitspsychologen, jeweils ab Eintragung; Lebens- und Sozialberater und Sozialarbeiter, jeweils mit dreijähriger Berufspraxis Mindesteinheiten
Teil 1 Theoretischer Teil
Summe Teil 136
1. Grundzüge und Entwicklung der Mediation, einschließlich deren Grundannahmen und Leitbilder 8
2. Verfahrensablauf, Methoden und Phasen der Mediation unter besonderer Berücksichtigung verhandlungs- und lösungsorientierter Ansätze 24
3. Grundlagen der Kommunikation, insbesondere der Kommunikations-, Frage- und Verhandlungstechniken, der Gesprächsführung und Moderation unter besonderer Berücksichtigung von Konfliktsituationen 12
4. Konfliktanalysen 10
5. Gestaltungen und Anwendungsbereiche der Mediation, zB Einzel-, Co- oder Teammediation sowie Großgruppenmediation; Familien-, Wirtschafts- und interkulturelle Mediation 18
6. Einführung in die Persönlichkeitstheorien, insbesondere Persönlichkeitsstrukturen, Grundlagen der Gruppenpsychologie und psychosoziale Interventionsformen sowie Genderthematiken 5
7. Ethische Fragen der Mediation, insbesondere Rollenverständnis und Haltung der Mediatoren, Selbstbild und Menschenbild in der Mediation 12
8. Grundzüge rechtlicher Bestimmungen 35
9. Grundzüge ökonomischer Zusammenhänge 12
Teil 2 Anwendungsorientierter Teil
Summe Teil 84
1. Einzel- und Gruppenselbsterfahrung 20
2. Praxisseminare zur Übung in Techniken der Mediation unter Anwendung von Rollenspielen, Simulation und Reflexion 32
3. Peergruppenarbeit 10
4. Fallarbeit 6
5. begleitende Teilnahme an der Praxissupervision im Bereich der Mediation (davon 3 Einheiten Einzelsupervisionen) 16
Gesamtsumme 220

TRAINERINNEN

Mag. Claudia Garstenauer

Juristin und eingetragene Mediatorin, SYKON© - Systemische Konfliktlösung, Systemischer Coach, Dipl. Lebens-und Sozialberaterin, ASOS© Aufstellungsarbeit, NLP-Master-Practitioner (DVNLP), Trainerin, anerkannte Elternberaterin 

Andreas Mick, PMM

Mediator, systemischer Coach, Dipl. Lebens- und Sozialberater, ASOS© Aufstellungsleiter, Unternehmens- und Vermögensberater, Konfliktmanagement